Juli 1998,
Die sagenhafte geschichte von Jönköping

  • Im Jahr 1916 entsendet Heidsieck & CO Monopole eine Bestellung von 3.000 Champagnerflaschen an die kaiserliche Armee Russlands nach Sankt-Petersburg. Diese Champagnerkisten sollten von Schweden nach Finnland auf dem Schiff Jönköping und danach im Zug nach Sankt Petersburg transportiert werden.

  • Am 3. Juli 1916 bringt ein U-Boot das Schiff Jönköping zum Sinken.
     
  • Im Juli 1998 findet eine schwedische U-Boot Expedition das Schiffswrack von „Jönköping“ im Osten der Ostsee in 64 Metern Tiefe. Sie heben 2.400 Flaschen Champagner Heidsieck & CO Monopole Jahrgang 1907. Auch wenn der Cognac und die Weine aus dem Burgund den 82 Jahren im Ozean nicht trotzen konnten, so scheinen die 2.400 Flaschen des Champagner Heidsieck & CO Monopole perfekt konserviert.
 
   
 

Die sagenhafte geschichte von Jönköping

Das Schiff Jönköping wird 1896 in der Werft von Sjötorp gebaut, mit 20,5 Meter Länge, 6,67 Meter Breite und einem 18 PS-starken Dieselmotor. Es wird am 26. Oktober 1916 in Gävle beladen und steuert zum zehnten Mal im Jahr in Richtung Rauma in Finnland zu.

Nach einigen Stunden auf dem Meer unterbricht ein Unwetter die Fahrt. Die Jönköping muss den Anker werfen und kann einige Tage lang nicht weiterfahren. Der gescheiterte Versuch des Schiffs, rechtzeitig nach Gävle umzukehren, nährt das Gerücht ein deutsches U-Boot hätte das Schiff versenkt. Dieses Gerücht, so die Ironie des Schicksals, scheint prophetisch zu sein. Am 2. November verbessert sich das Wetter deutlich, so dass der Kapitän und seine Mannschaft beschließen ihre Route nach Rauma fortzusetzen.

Zur gleichen Zeit entscheidet sich ein deutsches U-22 U-Boot in 12 Meilen südöstlich von Rauma auf Position zu gehen. Die Sonne ist noch nicht ganz aufgegangen, aber durch den Ausguck kann man trotz des leichten Morgennebels acht Meilen weit sehen und hören. Um 5 Uhr morgens ist ein schwacher Lärm zu hören. Es ist ein Motorengeräusch. Der Kommandant wird zur Wachstation gerufen und er entscheidet, diesem Geräusch nachzugehen. Die U-22 verlässt ihre Position und nähert sich dem Lärm, der aus dem Westen kommt.

Die Nacht ist ruhig auf der Jönköping. Das Schiff überquert die Nordsee ohne Zwischenfälle.

U-Boot-Kommandant Hoppe befiehlt dem Schiffskapitän E.B. Eriksson den Motor abzuschalten und auf das U-Boot zu steigen, um die Schiffspapiere vorzuzeigen und die Ladung zu beschreiben. Hoppe merkt sofort, dass die Ladung Schmuggelware enthält und erklärt Eriksson, das Schiff müsse versenkt werden. Eriksson unternimmt alles ihm Mögliche, um sein Schiff zu retten. Er schlägt vor, die ganze Ladung ins Meer zu kippen und bietet sogar an, diese zum nächsten deutschen Hafen zu transportieren. Doch Hoppe hat seine Entscheidung getroffen und bleibt dabei: Es sei die zehnte Fahrt von Jönköping mit Schmugglerware in diesem Jahr und schließlich habe alles einmal ein Ende. Die Stunde der Jönköping habe nun geschlagen, entscheidet Hoppe.

Zwei Mitglieder der U-22 Besatzung rudern dem Schoner mit Sprengstoff an Bord entgegen. Nachdem sie den Sprengsatz am Schiff angebracht hatten, entnehmen sie ganz vorsichtig so viele Champagnerflaschen wie möglich. Außer diesen Flaschen versinkt die ganze Ladung mit dem Schiff im Meer.

Die Suche nach dem Schiff Jönköping beginnt Ende Mai 1997 als schwedische Forscher in 64 Metern Tiefe ein Wrack entdecken. Erst im Juli, als die Taucher aus dem Wrack mit einer Flasche Heidsieck & CO Monopole Goût Américain von 1907 in der Hand auftauchen, ist tatsächlich sicher, dass es sich bei dem Schiffswrack um die Jönköping handelt. (Der gleiche Champagner wurde ebenfalls in der Titanic, die 1912 sank, gefunden.)

 
   
 

Juli 2010,
Eine weitere entdeckung in einem wrack in der Ostsee

  • Im Juli 2010 werden in einem Schiffswrack in der Ostsee über 200 Jahre alte Flaschen gefunden. Die Ladung eines Schoners versinkt zwischen 1825 und 1830, darunter 150 Flaschen verschiedener Champagnermarken, unter anderem Heidsieck & CO Monopole.
     
  • Im November 2010 veröffentlichen die Önologen, die die Fracht untersucht hatten, dass sich unter den Flaschen die bislang ältesten Jahrgänge von Champagnermarken befinden: Veuve Clicquot, Heidsieck & CO Monopole und Juglar.
 
   
 

Das jahr 1907, eines der grössten jahrgänge des 20 jahrhunderts

Verkostungsnotizen

„Stellen Sie sich alles vor, was in meinem Kopf vorgehen könnte. Ich werde die besondere Freude und das Privileg haben, eine dieser Flaschen von 1907 zu verkosten, die auf dem Meeresgrund gefunden wurde.

Alles beginnt mit dem Öffnen der fast heiligen Flasche. Ich nehme sie in die Hand, dann – nachdem ich das Wachs beseitigt habe, das den Korken schützt – mache ich mich ganz vorsichtig an das Öffnen dieses himmlischen Getränks. Die erste große und schöne Überraschung ist diejenige zu sehen, dass dieser Wein noch sehr lebendig ist.

Der Korken kommt ganz leicht, begleitet von einer oh so sympathischen Melodie, die die immer noch präsente Kohlensäure ankündigt, welche den Charakter des Champagners erhält und ihm Frische verleiht. Wenn man ihn in den Champagnerkelch einschenkt, zeigt sich eine Perlage, die ich nicht erwartet habe. Er besitzt eine hübsche goldgelbe Farbe und der Glanz, die Transparenz des Weins bezaubert uns. Unsere Vorfahren zeigen hier wahrlich ihr Können.

 
   

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